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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Teufel , von griechisch diabolos, "Verleumder", Fürst der * Hölle und auch in nichtchristlichen Religionen Verkörperung des Bösen.

Andere Namen sind * Beelzebub, * Luzifer, Satan, Mephistopheles u.s.w. Darstellungen eines geflügelten Unterweltdämons mit spitzen Ohren, der die Menschen für ihre im Leben begangene Verfehlungen bestrafte, gab es bereits bei den Etruskern; er hieß Tuchulcha. Im Christentum gilt der Teufel als gefallener * Engel und Gegenspieler Gottes. Sein Erscheinungsbild ist verschieden. Meist wird er mit menschlichem Körper und einzelnen Teilen von Tieren dargestellt, mit Bockshörnern, Bocksohren, Bocksbeinen oder einem menschlichen und einem Pferde-fuß sowie einem Rinderschwanz und bisweilen mit Fledermausflügeln.

Im SpätMA und der frühen Neuzeit wurden Teufel zuweilen als pittoreske Monstren gestaltet, die die Sünder in der Hölle quälen, z. B. auf Gemälden von Hieronymus Bosch (um 1450-1516). Bekannte Darstellungen sind weiters der Kampf Luzifers mit dem * Erzengel Michael (* Engelssturz). Das Motiv wird auch "Höllensturz" genannt, wobei oft eine Vielzahl von Teufeln von Engeln in die Tiefe gestürzt wird. Auch bei der * Höllenfahrt Christi und beim * Jüngsten Gericht sind manchmal viele Teufel zu sehen.

Kleine Teufel werden häufig bei Darstellungen von Teufelsaustreibungen und in Verbindung mit Heiligendarstellungen wiedergegeben (* Attribute). Als eleganter Verführer tritt der Teufel im Zusammenhang mit dem Motiv * Fürst der Welt in Erscheinung. In Märchen des 19. Jahrhunderts wird der Teufel als Jäger in grünem Wams und mit einer roten Feder am Hut beschrieben. In dieser Verkleidung versucht er, Menschen zum Verkauf ihrer Seele zu bewegen.

G. ROSKOFF, Geschichte des T.s, 2 Bde., Leipzig 1869, Nachdr. Aalen 1967; W. FISCHER, Aberglauben aller Zeiten, Bd. I: Die Gesch. des T.s, Stuttgart 1906; O. EHRLICH, Die Darstellung des T.s in d. christl. Kunst, Berlin 1931; R. VILLENEUVE, Le Diable dans l'Art, Paris 1957; H. SCHADE, Dämonen und Monstren. Gestaltungen des Bösen in der Kunst des frühen MA, Regensburg 1962; M. SCHAIBLE, Darstellungsformen des Teuflischen, untersucht an Darstellungen des Engelsturzes vom Ausgang des MA bis zu Rubens, Diss. Tübingen 1970; Ch. DAVIDSON, Th. SEILER, The Iconography of the Hell, Kalamzoo/Mich. 1992.


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