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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Bandelwerk , Laub- und Bandelwerk, Dekor in Form von Schleifen und wehenden, flatternden Bändern, mitunter verschlungen und verflochten oder mäanderartig ausgeführt. Bisweilen ist das Bandelwerk mit Laubranken, * Girlanden oder * Festons kombiniert, manchmal auch mit * Puttifiguren. Vereinzelt wurden * flatternde Bänder schon in der hellenistischen und römischen Kunst in Verbindung mit * Festons, * Girlanden und den so genannten * Aasköpfen bei Architekturfriesen dargestellt. In der Neuzeit soll die ersten Entwürfe des Bandelwerks der Pariser Architekt und Möbelentwerfer Jean * Bérain (1637-1711) gemacht haben. Als Stilelement üblich wurde das Bandelwerk aber erst in der Zeit zwischen 1710 und 1740 als ein für die * Régence charakteristischer Zierat, besonders häufig zu finden in Form von Stuckornamenten und als * Applikation bei Möbeln. Nur aus verflochtenen Bändern (Flechtband) bestehende Ornamentformen, wie in der Antike bei Keramiken und Mosaiken, im Mittelalter bei * Illuminationen sowie in der frühen nordischen, spanischen und islamischen Kunst üblich, werden in der Regel nicht als Bandelwerk bezeichnet.
N. SCHWARZ, Das B., Diss. Wien 1950.
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