Treiben , kunsthandwerkliches Verfahren, (Edelmetall-) Blech auf kaltem Weg durch Hämmern von der Rückseite her über einer nachgiebigen Unterlage (Treibpech) reliefartig vorzutreiben und mit Hilfe verschieden geformter Hämmer und * Punzen mit Ornamenten oder Darstellungen zu versehen.
Es gibt auch die Möglichkeit, das Metall von der Vorderseite her auf einem Amboss, dem so genannten Treibstock, zu bearbeiten oder über ein Formstück zu schlagen. Diese Technik des Treibens wurde früher vorwiegend bei der Herstellung von Gefäßen angewendet. Seit dem 19. Jahrhundert wird durch die maschinelle Fertigung von Gegenständen unter hohem Druck in Formpressen (Tiefziehverfahren) die Tätigkeit des Treibens oft auf das Überarbeiten von Hand aus reduziert. Dabei wird auch die Technik des * Ziselierens angewendet. Der Sammelbegriff für alle Metallbearbeitungen auf kaltem Weg ist * Toreutik.
W. PETRI, Metalltreibarbeiten, Leipzig 1971.
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