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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Triumphbogen , Triumphpforte, lateinisch Porta Triumphalis, aus einem oder drei Bögen gebildete freistehende Ehrenpforte, die mit Säulen, Reliefs, manchmal auch mit vollrunden Figuren geschmückt ist.

Triumphbögen leiten sich vom römischen Brauch ab, dass der Senat siegreichen Feldherren einen Triumphzug durch eines der Stadttore über die Via Sacra auf das Kapitol bewilligte. Der Heerführer stand auf einer von weißen Pferden gezogenen * Quadriga und nahm den Beifall der Menge und die Ehrung durch den Senat entgegen. Später wurden für einzelne Herrscher und Ehrenbürger eigene Bogen errichtet.

Schriftlichen Quellen zufolge gab es bereits im 2. Jh. v. Chr. solche Triumphpforten in Rom. Erhalten davon ist der nach 81 n. Chr entstandene Titus-Bogen. Eine der bekanntesten Ehrenpforten ist der für Napoleon I. errichtete Arc de Triomphe in Paris. Triumphbögen waren beliebte Themen der Bildenden Kunst. Triumphbogen genannt wird auch der zum * Chor führende Bogen. Am Scheitelpunkt dieses Bogens befestigt war das so genannte * Triumphkreuz.

W. DEISEROTH, Der T. als große Form in der Renaissancebaukunst Italiens, Diss. München 1970; Th. W. GAETHGENS, Napoleons Arc de Triomphe, Göttingen 1974; F. S. KLEINER, The Arch of Nero in Rome. A Study of the Roman Honorary Arch before and under Nero, Rom 1985; Ch. DUPAVILLON, F. LACLOCHE, Le triomphe des arcs, Paris 1991.


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