Tsuba , das (Mz. Tsuben), rundliches oder ovales * Stichblatt, das bei * japanischen Schwertern zwischen Klinge und Griff zum Schutz der Hand angebracht ist.
Während frühe T. in der Regel von den Rüstungsschmieden aus Eisen geschlagen wurden und nur sparsam verziert sind, gab es seit dem 16. Jh. Kunstschmiede, die sich auf die Herstellung besonders schöner Stichblätter spezialisiert hatten. Die T. lassen sich verhältnismäßig einfach auswechseln und dienten, besonders * à jour gearbeitete (Namban-Typus) oder mit * Tauschierungen versehene Exemplare, auch als Geschenkobjekte. Abgesehen von der in der Mitte der T. befindlichen länglichen Ausnehmung für die Schwertklinge bzw. die * Angel, weisen T. oft rechts und links davon je einen Durchbruch (Rio Hitsu genannt) für das Beimesser (* Kozuka) und die sogen. Schwertnadel auf. Eine bedeutende T.-Sammlung besitzt das Danske Industrimuseum in Kopenhagen.
M. KUZNITZKY, Slg. von Künstlersiegeln (Kakihan). Vorarbeiten zu einer systemat. Kakihan-Zusammenstellung der Meister japan. Schwertstichblätter u. japan. Schwertschmucks, in: Artibus Asiae 1930-32; H. L. JOLY, Japanese Sword Guards, London 1959; M. SASANO, Early Japanese Sword Guards: Sukashi Tsuben, Tokyo 1972.
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