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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Türkis , von französisch turquoise, abgeleitet von französisch turc, "türkisch", da der Handelsweg des hellblauen bis grünblauen undurchsichtigen * Schmucksteins früher über die Türkei führte.

Der Türkis wird meist mugelig, d. h. als * Cabochon geschliffen. Als Grabbeigaben sind mit Türkisen besetzte Ziergegenstände in Ägypten seit dem 6. Jt. v. Chr. bekannt. In der Neuzeit erfreute sich die hellblaue Varietät des Türkises besonders im Biedermeier großer Beliebtheit. Als Türkisersatz diente damals manchmal auch aus Bodenfunden stammendes, durch Metallsalzeinlagen grünlichblau gefärbtes Mammutelfenbein (* Beintürkis). Beim Waschen der Hände sollte man Türkisringe ablegen, da durch Wasser und Seife Farbänderungen auftreten können.

W. SCHUMANN, Edelsteine und Schmucksteine, BLV Bestimmungsbuch, München 1991.


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