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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Türklopfer , seit dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert an Haustoren gebräuchliche einfache Vorrichtung aus Metall, mit der Einlass Begehrende auf sich aufmerksam machten.

Schon in der Antike waren Türklopfer in Form eines beweglichen Rings gebräuchlich. Die Halterung war oft als Löwenkopf gestaltet, dessen Rachen als Lagerung für den Ring diente. Der Ring konnte gegen ein Widerlager geschlagen und gleichzeitig auch als Türgriff verwendet werden. Ist kein Widerlager vorhanden, fungierte der beweglich gelagerte Ring nur als so genannter "Türzieher", um ein schweres Tor leichter zuziehen zu können. Darüber hinaus dienten solche Gestaltungen, die oft paarweise angebracht waren, auch als Dekor. Im Mittelalter an Kirchenportalen angebrachte Ringe bewahrten Verfolgte vor der Festnahme (* Asylring). Eine zweite Art der Ausführung von Türklopfern besteht aus einem hammerartigen, oft figural gestalteten Teil und gleichfalls einem Widerlager. Alte kunsthandwerklich gestaltete Türklopfer sind begehrte Sammlerstücke.

U. MENDE, Die Türklopfer des Mittelalters, Berlin 1981.


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