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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Umdruckverfahren

1) Technik, eine Darstellung auf Porzellan, Steingut oder Email zu übertragen.

Die John Brooks zugeschriebene Methode wurde wurde erstmals 1753 in der * Battersea-Email-Manufaktur angewendet. Gleichzeitig arbeiteten auch J. Sadler und Robert Hancock (1730-1817) von der Worcester Manufaktur an diesem auch als "keramischer Druck" bezeichneten Verfahren. In Deutschland soll die Technik zum erstenmal von P. Berthevin in der * Frankenthaler Porzellanmanufaktur zur Anwendung gebracht worden sein.

Beim Umdruckverfahren wird ein Motiv in eine Kupferplatte graviert, diese dann mit einer feuerbeständigen Farbe eingefärbt und ein dünner Bildträger (anfänglich Papier, später Gewebe) bedruckt. Der Bildträger wird sodann auf den zu verzierenden Gegenstand angedrückt und wieder abgezogen, weshalb dafür manchmal auch der Ausdruck "Abziehbildverfahren" verwendet wird. Mitunter ließ man das Papier auch auf dem zu bedruckenden Objekt haften. Es verbrannte dann bei dem anschließenden Brand, durch den die Farbe gefestigt wurde. Die Umdrucke waren zu Beginn nur schwarz, hatten eine Ähnlichkeit mit * Kupferstichen und wurden bisweilen von Hand aus koloriert. 1810 erfolgte die Patentierung des Golddruckverfahrens, und ab den 1840er Jahren arbeitete R. Pratt in Staffordshire bereits mit Mehrfarbendrucken. Die verglichen mit der Porzellanmalerei preiswerten Mehrfarbdrucke verdrängten beim Gebrauchsgeschirr zum Großteil die Handmalerei.

2) Von A. Senefelder 1818 entwickelte Methode zur Übertragung einer Darstellung auf einen Lithographenstein (Autographie). Die Zeichnung erfolgt auf einem mit einer Kleisterschicht speziell präparierten Umdruckpapier und wird auf den befeuchteten und angewärmten Stein übertragen. Durch den Übertrag ist die gedruckte * Lithographie dann nicht seitenverkehrt wie beim direkten Zeichnen auf den Stein.

C. WILLIAMS-WOOD, English transfer-printed pottery and porcelain, London 1981.


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