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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Urinal , Gefäß aus * Keramik, Glas usw. zum Auffangen des Urins.
Urinale aus * Terrakotta oder Fragmente davon sind in vielen Antikensammlungen erhalten. In Ermangelung von Fettseifen wurden stark verschwitzte und durch Hautöle etc. verschmutzte Kleiderstoffe im römischen Reich mit Urin gereinigt. Zur Deckung des großen Bedarfs waren an belebten Straßen amphorenartige Urinale zum Sammeln des Urins aufgestellt. Kaiser Vespasian (69-79 n. Chr.) zog aus dieser Notwendigkeit Nutzen und führte eine spezielle Urinsteuer ein. Darauf angesprochen, erwiderte er: "Pecunia non olet!" (Geld stinkt nicht!) Urin als Reinigungsmittel war noch in der ersten Hälfte 20. Jh. bei den Eskimos gebräuchlich. Manchmal werden auch * Bourdaloues als Urinale bezeichnet.
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