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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Urne , von lateinisch urna, "Topf", "Krug", Gefäß zur Aufnahme der Totenasche nach der Feuerbestattung.

Urnen wurden bereits in der * Bronzezeit verwendet; sie bestehen gewöhnlich aus Ton oder Metall. Eine Sonderform waren die aus gebranntem Ton gefertigten büstenförmigen so genannten Gesichtsurnen der Etrusker. In vielen frühgeschichtlichen Kulturen spielte die Urnenbestattung eine große Rolle (Urnenfelder-Kultur). Darstellungen vasenförmiger gedeckelter Urnen, oft in Verbindung mit * antikisch gekleideten Frauengestalten, waren seit ca. 1785 bis zu den romantischen Strömungen des Biedermeier beliebt (* Romantik). Häufig sind in dem Zusammenhang * Girlanden oder * Festons aus Blüten und manchmal auch * Putti wiedergegeben. Die Darstellungen galten sowohl als Zeichen des Totengedenkens als auch als Freundschafts- oder Liebesgaben, als Symbole für ewige Verbundenheit.


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