Valentin, hl. , im Volk sehr populäre Heiligengestalt, deren historische Identität sich in Vermutungen verliert.
Ein Mönch Valentin soll Vorübergehende mit Blumen aus dem Klostergarten beschenkt haben. Von dieser Legende leitet sich der Brauch ab, nahestehenden Personen am 14. Februar ("Valentinstag") Blumen zu schenken.
Die * Legenda aurea berichtet von einem Geistlichen namens Valentin, der unter Kaiser Claudius II. Gothicus (268-270) in Rom wegen seines Glaubens zu Tode gemartert wurde. Über seinem Grab an der Via Flaminia ließ Papst Julius I. die Valentinskirche erbauen. Nach anderen Quellen sind an der Via Flaminia die Gebeine des Märtyrer-Bischofs Valentin von Terni beigesetzt. Er soll den verkrüppelten Sohn eines geachteten Römers namens Kraton geheilt haben und im Jahre 270 enthauptet worden sein.
Möglicherweise sind die beiden Märtyrer miteinander identisch. Mit dem Heiligen Valentin wird manchmal auch der um 470 in Mais bei Meran gestorbene Wanderbischof Valentin in Verbindung gebracht, der das Christentum in Rätien, dem heutigen Bayern südlich der Donau, verkündete. Seine 739 nach Trient gelangten Gebeine wurden auf Betreiben Herzog Tassilos III. von Bayern 761 nach Passau überführt.
H. L. KELLER, Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten, Stuttgart 1987; H. SACHS, E. BADSTÜBNER, H. NEUMANN, Wörterbuch zur christl. Kunst, Hanau o. J.
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