Veilleuse , von französisch veiller, "wachen", "lange aufbleiben",
1) ursprünglich Bezeichnung für ein Nachtlicht, eine Nachtlampe.
2) Vorrichtung zum Warmhalten von Speisen oder Getränken. Die Veilleuse ist meist als trommelförmiger Rechaud gestaltet, in dem ein Brenner steht.
3) Sitzbank des Rokoko mit senkrechter Rückenlehne, die in eine rundbogig verlaufende, hochgezogene Seitenlehne übergeht. Auf der gegenüberliegenden Seite fehlt die Seitenlehne. Das Möbel ist nur für eine Person bestimmt. Man sitzt nicht wie üblich mit am Boden abgestützten Füßen, sondern hat die Beine am Möbel ausgestreckt und lehnt sich an die an einer Schmalseite als Rundung weitergeführte Lehne an. Die Veilleuse wurde im Rokoko häufig paarweise angeordnet, wobei sich die an einer Seite ausgebildete Lehnenrundung einmal an der linken und einmal an der rechten Schmalseite befand. Die Möbel standen meist leicht schräg vor dem Kamin im Raum.
H. NEWMAN, Veilleuse. A Collectors Guide, London 1983.
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