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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Venus , ursprünglich eine italische Garten- und Frühlingsgöttin, seit ca. dem 5. Jh. v. Chr. mit der griechischen Göttin * Aphrodite gleichgesetzt und gilt als Personifizierung sowie Göttin der Liebe und der Schönheit.

Durch die Gleichsetzung mit Aphrodite sah man Venus auch als Mutter des auf der Seite der Trojaner kämpfenden Helden Äneas an und brachte sie dadurch mit der Gründungssage Roms in Verbindung (* Äneas, * Dido und Äneas). 295 v. Chr. erfolgte ihre Erhebung zur Nationalgöttin und die Verehrung im Rahmen des Staatskults. * Askanius, der Sohn des Helden Äneas und Gründer von * Alba Longa, der Mutterstadt Roms, wurde von den Römern Julus genannt.

Cäsar leitete seine Herkunft von den Juliern ab und ließ seiner angenommenen Ahnherrin Venus Genetrix einen Tempel am Forum errichten. Venus gilt als Tochter * Jupiters und der * Titanin Dione. Einer Legende zufolge wurde Venus aus dem Schaum des Meeres geboren, sie heißt deshalb auch "Anadyomene", die (aus dem Meer) Emporgetauchte. Das bekannteste Gemälde der aus dem Meer entstiegenen Venus stammt von Sandro Botticelli (Uffizien in Florenz).

Venus war mit dem verkrüppelten Gott * Vulkan vermählt, der die Blitze * Jupiters schmiedete. Die Göttin wird ambivalent als die rein göttliche Venus und die weltlich-sinnliche Pandemos (die dem ganzen Volk gehört) gedeutet (* Tannhäuser-Thema). Die gleiche Ambivalenz ist auch für ihren Sohn * Amor charakteristisch, der unter dem Namen * Cupido als Vertreter der sinnlichen Liebe gilt. In der nachantiken Kunst wurde auch die griechischen Göttin Aphrodite meist als Venus bezeichnet.

H. HUNGER, Lex. d. griech. u. röm. Mythologie mit Hinweisen auf d. Fortwirken antiker Stoffe u. Motive in d. bild. Kunst ..., Wien 1988; H. KRAUS, E. UTHEMANN, Was Bilder erzählen. Die klassischen Gesch. aus Antike u. Christentum in der abendländ. Malerei, München 1988.


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