Basilisk , von griech. basiliskos, "kleiner König",
Fabelwesen, das meist als Hahn mit Eidechsen- oder Schlangenschwanz bzw. als Mischwesen zwischen Hahn und einer großen Kröte mit Vogelklauen dargestellt wird. Früher nannte man den Basilisk auch "Schlangenkönig" und stellte ihn mit einer kleinen Krone am Kopf dar. Sein Atem und sein Blick galten als todbringend. Der Legende nach stirbt der Basilisk auf der Stelle, wenn ihm ein Spiegel vorgehalten wird. Entstanden sein soll der Basilisk aus einem missgebildeten Hühner- oder aus einem Hahnenei, das in warmem Mist oder von einer Kröte ausgebrütet wurde. In der Symbolik gilt das Fabeltier als Sinnbild für die Sünde (Wollust) und den Antichrist. Die gegen Ende 15. Jh. sich ausbreitende Syphilis (Lues) wurde als "Basiliskenkrankheit" bezeichnet, da vermeintlich vom Basiliskengift hervorgerufen. In der christlichen Kunst wird der Basilisk meist gemeinsam mit der * Aspis unter den Füßen Christi liegend wiedergegeben, als Zeichen des Sieges über das Böse.
H. SACHS, E. BADSTÜBNER, H. NEUMANN, Erklärendes Wörterbuch zur christl. Kunst, Hanau o. J.
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