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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Vignette , von französisch vigne, "Weinrebe",

1) in der Buchkunst blattförmige Verzierungen spätmittelalterlicher Handschriften. Sie sind sowohl als Einzelblätter gestaltet, z. B. in Verbindung mit * Initialen, als auch friesförmig, in Form von * Kopfleisten oder * Randleisten, insbesondere am Anfang oder am Schluss eines Kapitels.

2) Kleine, als "Aufkleber" ausgeführte Spenden- oder Gebührenmarken, im Volksmund auch "Pickerln" genannt.

R. SALMAN, Fleurons et vignettes des XVe, XVIe, XVIIe, XVIIIe et XIXe siècles, Paris 1966; R. TIMM, Die V. in der dt. Buchillustration des 18. Jh., in: Marginalien 39, 1970; D. BUCHMANN, V. & typographischer Schmuck: aus Schriftmusterbüchern zwischen 1830 u. 1870, Darmstadt 1981; S. FRIEDRICH-RUST, Die V. Text u. Illustration im 17. u. 18. Jh. in Frankreich, Diss. München 1986.


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