Volute , von italienisch voluta, "Windung", mehr oder weniger stark spiralförmig eingerolltes Ornament in C- oder S-Form.
"Geschneckte" Formen waren schon in der ägyptischen Kunst als Seitenansicht der Lotosblüte üblich. Die minoische und die mykenische Kunst kannten * Spiralmäander, und in der Antike bildete die Volute das zentrale Motiv am * Kapitell der * ionischen Säulenordnung. Auch das römische * Kompositionskapitell weist Voluten auf. In der Renaissance wurde die Volute dann in den verschiedensten Ausführungen wieder modern, als Übergang von senkrechten zu waagrechten Dekorformen, als Volutengiebel usw. Im Barock wurde der beliebte Volutendekor oft als * Schweifwerk bezeichnet.
R. WURZ, Spirale u. V., München 1914; H. W. WIRTH, Kult. Ursprung u. Werden der V., in: Jb. für prähistorische und ethnographische Kunst 24, 1974-77; G. IRMSCHER, Kleine Kunstgesch. des europ. Ornaments seit der frühen Neuzeit, Darmstadt 1984.
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