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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Waidblatt , Weidpraxe, Jagdmesser mit bis zu 30 cm langer, breiter und schwerer, nicht spitz, sondern abgeschrägt oder abgerundet endender Klinge.
Es wurde vor allem im Barock von Mitgliedern des Jagdtrosses adeliger Jäger benutzt und diente nicht zum Töten des Wildes, sondern zum Abschlagen von Buschwerk, Spalten von Holz, "Zerwirken" von Großwild und zum "Kredenzen", d. h. Servieren von Portionen gekochten oder gebratenen Wildbrets etc. (vgl. * Kredenzmesser).
Auch das Überreichen des so genannten Schützenbruchs erfolgte früher mit dem Waidblatt. (Der Schützenbruch ist ein kleiner Zweig, der mit dem Schweiß (Jägersprache für Blut) des Wildes benetzt und dem Schützen nach dem Erlegen von Schalenwild, Fuchs, Murmeltier, Auer-, Rackel- und Birkhahn nach altem Brauch von einem anderen Jäger überreicht und an den Jagdhut gesteckt wird.)
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