Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der VOLLTEXTSUCHE, indem Sie Worte oder Wortteile in das Suchfeld eingeben. Das Kunstlexikon beschreibt ca. 10.000 Begriffe, hat 5,5 Mio Zeichen ( Druckausgabe: 1663 Seiten). Die Begriffe verweisen insgesamt auf ca. 35.000 Quellen.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Wappen , von mittelhochdeutsch wapen, "Waffe", später das Abzeichen der Ritter, besonders auf dem Schild.

Die ursprüngliche Aufgabe der Wappen war es, die mit gleichförmigen * Rüstungen gewappneten Ritter an den nach bestimmten Regeln erstellten Abzeichen, den Wappen, bereits auf Entfernung kenntlich zu machen, um Freund und Feind unterscheiden zu können. Es war die Aufgabe der * Herolde, die Inhaber der Wappen zu identifizieren (* Heraldik). Mit veränderter Kriegstechnik und dem Wegfall der schweren Rüstungen übertrug man die Wappen auf * Fahnen, * Banner und * Wimpeln.

In weiterer Folge wurden die Zeichen als so genannte Adels- und Familienwappen erblich und bestehen in dieser Form bis heute weiter. Auf die Ritterzeit zurückgehende Wappen werden als "Urwappen" bezeichnet, zum Unterschied von den mit Wappenbriefen verliehenen "Briefwappen" späterer Zeit. Wappen, deren Darstellungen auf den Namen des Trägers Bezug nehmen, heißen "redende" oder "sprechende" Wappen. Neben Familienwappen existieren Haus-, Kloster-, Amts-, Zunft-, Länder- und Städtewappen sowie Wappen von Klerikern.

Das Wappen bestand ursprünglich nur aus dem Schild, dem später der * Helm mit * Zimier und * Helmdecke angefügt wurde. Die über dem Schild befindlichen Teile des Wappens werden als "Oberwappen" bezeichnet. Die so genannten * Rangkronen geben nach der Anzahl der Zacken oder Perlen den Rang eines Adeligen an. Das kunstgerechte Ausmalen und das Beschreiben eines Wappens wird als * Blasonieren bezeichnet. Für die nichtfarbige Wiedergabe von Wappen dient die * Schraffur.

K. STADLER, Dt. W. Bundesrepublik Deutschland, 8 Bde., Bremen 1964 ff; W. LEONHARD, Das große Buch der W.kunst, München 1978; G. OSWALD, Lex. der Heraldik, Leipzig 1984; O. NEUBECKER u. a., Heraldik. W. Ihr Ursprung, Sinn u. Wert, Luzern, Augsburg 1990; F. GALL, Österr. W.kunde, Wien, Köln, Weimar 1992; W. HEINRICH, Das W. als öffentliches Zeichen, in: Symbole des Alltags, Alltag der Symbole. FS für Harry Kühnel, Graz 1992, S. 295-307; O. NEUBECKER, W. RENTZMANN, Großes W.bilderlex. der bürgerlichen Geschlechter Deutschlands, Österr. und der Schweiz, München 1992.


<< Wangentisch Wappenhalter >>


Vertiefen Sie Ihr Wissen über Kunst!
Testen Sie unseren Gratisservice Kunstbegriff des Tages. Auf Wunsch erhalten Sie täglich oder wöchentlich per E-Mail einen Begriff aus dem Kunstlexikon geschickt.
Mehr Informationen »

Das Kunstlexikon für das iPhone!
Sie können das Kunstlexikon auch in einer für das iPhone optimierten Version ansehen. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.
Jetzt öffnen »

Schmuckwissen>>


Aktuelle Objekte:

"ohne Titel" >

WACKER, Rudo... >



Aktuelle Objekte:

Litho sig. R... >

Sturkopf 1926 >