Wasserfarben , Sammelbegriff für alle mit Wasser vermalbaren Farben.
Es wird zwischen den * lasierenden, * transparenten Aquarellfarben und den deckenden * Gouachefarben unterschieden. Im künstlerischen Bereich gibt es auch * Temperafarben, die sich mit Wasser verarbeiten lassen. Die Technik der Wasserfarbenmalerei war in Ägypten schon im 2. Jt. v. Chr. bekannt. Die * Illuminatoren im Mittelalter verwendeten fast ausschließlich deckende Wasserfarben.
Auch die bis zur Erfindung der Fototechniken in großen Stückzahlen hergestellten Porträtminiaturen des 17.-19. Jh. wurden als Gouachen ausgeführt. Lasierende Wasserfarben (Aquarellfarben) dienten seit dem 15. Jh. vor allem zur * Kolorierung von * Holzschnitten und * Stichen. Seit der 2. Hälfte 19. Jh. standen Wasserfarben in der Bildenden Kunst immer weniger in Gebrauch. Das größte Anwendungsgebiet für Wasserfarben ist seit dem 2. Weltkrieg der Zeichenunterricht in Schulen.
W. KOSCHATZKY, Die Kunst des Aquarells. Technik, Gesch., Meisterwerke, München 1985.
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