Weiberregiment , Weibermacht, vom 16.-19. Jahrhundert oft variiertes Motiv, das die von der Frau über den Mann ausgeübte Macht zum Thema hat.
Der Prototyp des Motivs ist die Darstellung des Kampfes der Frau und des Mannes um die Hosen des Mannes, d. h. um die Herrschaft. Zu dem Themenkreis des Weiberregiments gezählt werden u. a. auch die bekannten Motive * Aristoteles und Phyllis, * Herakles und * Omphale, * Simson und Delila sowie * Tannhäuser und Frau Venus. In der Dichtung werden in moralisierender Manier die weisesten, mächtigsten und stärksten Männer aufgezählt, die sich durch Liebestorheiten lächerlich machen oder zu Schaden kommen.
F. MAUER, Der Topos von den Minnesklaven. Zur Gesch. einer themat. Gemeinschaft zwischen bild. Kunst u. Dichtung im MA, in: Dt. Vierteljahresschrift f. Literaturwissenschaft u. Geistesgesch. 27, 1953; J. CAMPELL HUTCHINSON, The Housebook Master and the folly of the wise man, in: The Art Bulletin 48, 1966; E. FUCHS, Gesch. der erotischen Kunst, 3 Bde. Berlin 1977; C. HERRMANN, Der gerittene Aristoteles, Pfaffenweiler 1991.
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