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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Weihwasserbehälter , Weihwasserbecken (lateinisch Aspersorium), manchmal auch Weihwasserkessel, abgeleitet von der runden, kesselartigen Form des Behälters.

In katholischen Kirchen befinden sich neben den Eingängen frei stehende oder an der Wand angebrachte schalenförmige Becken aus Stein, die mit vom Priester geweihtem Wasser gefüllt sind. Beim Eintritt in das Gotteshaus benetzen die Gläubigen gewöhnlich die Finger ihrer rechten Hand, um damit Stirn, Brustmitte sowie die linke und die rechte Brustseite zu berühren, eine Form des Kreuzzeichens. Diese Zeremonie soll an die Taufe erinnern. Tragbare Weihwasserbehälter dienen dem Priester zum Besprengen der Gläubigen mit dem Weihwedel (* Aspergill), verbunden mit der Segensspendung.

Auch in Privathäusern waren früher oft an der Wand neben der Eingangstür kleine Weihwasserbehälter angebracht. Bei der Ankunft, vor allem aber beim Weggehen machte man mit dem Weihwasser das Kreuzzeichen, um den Segen Gottes für eine gesunde Rückkehr zu erbitten. Die kleinen Behälter haben oft einen Einsatz aus Metall oder Glas und können aus den verschiedensten Materialien bestehen (Keramik, Holz, Glas, Elfenbein, Buntmetall oder Zinn).

Künstlerisch am aufwendigsten gestaltet sind aus Elfenbein geschnitzte Exemplare mit durchbrochen ausgeführtem Rückenteil aus der "Elfenbeinstadt" Dieppe (* Mosaique). Wegen ihrer besonderen Zerbrechlichkeit sind diese 200 Jahre alten Weihwasserbehälter heute äußerst selten. Eine Sonderform bilden die im Mittelalter verwendeten eimerförmigen Weihwasserbehälter mit Bügelhenkel. Sie werden meist mit dem lateinischen Terminus als Situlen bezeichnet (* Situla). Die großen, in Kirchen als Vorratsbecken dienenden Weihwasserbehälter heißen * Weihbrunnen.

J. Ch. GESPANN, Das Weihwasser, Einsiedeln 1915; J. BRAUN, Das christl. Altargerät ..., München 1932.


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