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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Wiener Bronzen , aus Bronze gegossene Kleinplastiken, die als Ziergegenstände (* Nippes) Verwendung finden.

Einfache, nicht so fein gestaltete, ziselierte und bemalte Exemplare wurden schon gegen Ende der Biedermeierzeit hergestellt und werden zum Teil noch heute produziert. Die Blütezeit der Wiener Bronze war ca. 1880-1914. Im 1. Weltkrieg 1914-1918 und auch im 2. Weltkrieg (1939-1945) wurden viele Wiener Bronzen eingeschmolzen. Bei den Wiener Bronzen gibt es eine ungemeine Vielfalt an Motiven. Wer kennt nicht die Orientalen mit Kamelen oder Teppichen, die Indianer auf Pferden oder mit Zelten und die Mannigfaltigkeit naturalistisch ausgeführter Tiere, wie Elefanten, Löwen, Hasen, Hunde, Ratten, Vögel, Frösche, Insekten usw. Am häufigsten wurden grau-schwarz gestreifte Katzen hergestellt, zum Teil wie Menschen gekleidet und auch wie Menschen agierend, als Musiker, Kellner, Zecher, Lehrer usw. Auch andere Tiere, z. B. Hasen und Hunde, sind oft bei menschlichen Tätigkeiten dargestellt.

Eine Sonderform bilden die so genannten "mechanischen Bronzen", bei denen Teile der Kleidung über ein Scharnier gehoben werden können, dadurch den nackten Körper freigeben und dann als erotische Bronzen gelten. Während der Großteil der Tiere und Tiergruppen meist nur ca. 4-5 cm hoch ist, erreichen die Personendarstellungen oft eine Höhe von 20 cm und mehr. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Wien über 80 Gewerbetriebe, in denen Wiener Bronzen hergestellt wurden. Der bekannteste von ihnen war die Firma Bergman(n), deren Erzeugnisse oft signiert sind. Bei erotischen Motiven wurde der Firmenname verkehrt geschrieben: "NAMGREB".


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