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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Willkomm , Willkommen, Willkommenbecher, Bezeichnung für einen hohen, oft mit Symbolen (der Zunft) verzierten, manchmal gedeckelten Humpen aus * (Wald-)Glas, Keramik oder Zinn.

Der Willkomm wurde vom 16.-18. Jahrhundert von den Zünften und anderen Gemeinschaften (Schützengilden) für den allgemeinen Umtrunk und zum Kredenzen des Willkommentrunks verwendet. Als ältestes Beispiel gilt der aus der 1. Hälfte 15. Jh. stammende "Dauner Wilkum" des Rheingrafen Johann Ludwig. Er besteht aus * Steinzeug, ist mit Bartmannsköpfen verziert und wurde 1652 mit einer Silbermontierung versehen (Staatliche Kunstsammlung Kassel). Manchmal sind am Willkomm Markierungen angebracht, die anzeigen, wieviel der einzelne trinken durfte oder musste. Davon leitete sich das so genannte * Passglas ab.

K. PECHSTEIN, Von Trinkgeräten u. Trinksitten, Hg. R. Pförtner, in: Das Schatzhaus der dt. Gesch. Das German. Nat. Mus. Nürnberg, München 1980; H. ROTH, Von alter Zunftherrlichkeit, Rosenheim 1981.


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