Zahnfries , Zahnschnitt, zinnenförmiges Ornamentband.
Der architektonische Zierat leitet sich von dem aus Quaderformen bestehenden Zierfries ab, das bei ionischen und korinthischen Bauten zwischen Architrav und Gebälk üblich war und von der früheren Holzarchtitektur übernommen wurde. Die beim Holztempel üblichen Balkenköpfe der Deckenbalken, die das Dach trugen, wurden im Steinbau als Schmuckform ausgebildet. In Renaissance und Historismus diente der Zahnfries auch als Dekor von (Kasten-)Möbeln. Bei Möbeln und bei norddeutschen Backsteinbauten wird die Ornamentform auch als "Deutsches Band" bezeichnet.
A. v. GERKAN, Betrachtungen zum ionischen Gebälk, in: Jahrb. des Dt. Archäolog. Instituts 61/62, 1946/47; G. GRUBEN, Die Tempel der Griechen, München 1986; O. BINGÖL, Überlegungen zum Ionischen Gebälk, in: Istanbuler Mitteilungen 40, 1990.
|