Zeigegestus , in der Malerei und Plastik übliche, mit dem Zeigefinger oder der ganzen Hand ausgeführte Gebärde einer Person, um auf einen bestimmten Umstand hinzuweisen, z. B. auf dargestellte Attribute.
Der Zeigegestus war bereits in der griechischen Vasenmalerei gebräuchlich. Häufig ist der Zeigegestus in der christlichen Kunst, z. B. zeigt * Adam oft auf * Eva, die wiederum als Erklärung für den Sündenfall auf die Schlange weist. Bei der * Verleugnung durch Petrus zeigt meist eine Magd auf den Apostel. Oft dargestellt ist bei der Opferung Isaaks der Zeigegestus des Engels, der auf einen mit dem Gehörn im Gestrüpp verfangenen Widder hinweist.
G. NEUMANN, Gesten u. Gebärden in der griech. Kunst, Berlin 1965; J.-C. SCHMITT, Die Logik der Gesten im europ. MA, Stuttgart 1992.
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