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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Zero , französisch, englisch, "Null", 1957 in Düsseldorf als Reaktion auf das * Informel entstandene avantgardistische Künstlergruppe, als deren geistige Stammväter Lucio Fontana und Yves Klein gelten.
Der Name Zero bezieht sich auf das Startzeichen "zero" beim Countdown eines Raketenstarts. Die Gruppe war bestrebt, mit einer Art von "neuem Idealismus", einer "neuen Sensibilität", unter Vermeidung alles Figürlichen, mit einer engen Beziehung zu Weiß sowie vitalen Lichtschwingungen im Raum, eine reine und auf die "unendlich große Welt" ausgerichtete moderne Kunst zu schaffen. Gründungsmitglieder waren Heinz Mack und Otto Piene, zu denen 1960 auch Günther Uecker stieß. Charakteristische Merkmale der Zero-Kunstwerke sind die Auseinandersetzung mit Raum, Bewegung * Kinetische Kunst und Licht (als die Quelle allen Lebens), manifestiert in * monochromen Bildern und Installationen. Anlässlich der Olympiade 1972 wurde versucht, die Entmaterialisierung durch ein von O. Piene als "Lichtballett" bezeichnetes Experiment mit Ballons, die mit farbigen Gasen gefüllt waren, zu demonstrieren. Eine ähnliche Stimmung erzielte H. Mack mit seinen Lichtstelen. G. Uecker verwendete u. a. weiße Nagelreliefs, um die gegensätzliche Wirkung von Helligkeit und Schatten zu erzielen. 1988 stellte er seine Werke in Moskau aus und erlebte einen enormen Besucheransturm.
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