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Becher , zylindrisches oder konisches Trinkgefäß kleineren Formats, ohne * Schaft, Fuß und meist auch ohne Handgriff, ausgenommen der so genannte Henkelbecher. Die Höhe eines Bechers ist immer größer als sein Durchmesser. (Gefäße, die weniger hoch als breit sind, werden als Napf oder Schale bezeichnet.) Ineinander passende stapelbare Becher heißen * Haufebecher. Sie erfreuten sich früher großer Beliebtheit und wurden aus hartem Holz, bisweilen auch aus Elfenbein gedrechselt (* Drehen und Drechseln, * kunstgedrechselt). Wie Bottiche aus Holzsegmenten zusammengesetzte Becher werden "Büttenbecher" genannt. Becher mit schwerem rundlich gewölbtem Boden können nicht umfallen und heißen * Tummler; sie sind oft aus Silber gefertigt. Bekannte Becherformen aus Glas sind der * Krautstrunk, das * Maigelein und das * Nuppenglas.
F. KÄMPFER, B., Humpen u. Pokale, Leipzig 1977; I. KATONA, B., Kelche, Pokale, Glasgefäße aus dem 19. Jh. im Budapester Museum f. Kunstgewerbe, Budapest 1978; H. SELIG, Die Kunst der Augsburger Goldschmiede, München 1980.
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