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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Zopf , Bezeichnung für eine strangartig geflochtene und oft mit Bändern umwundene Haartracht.

Da Legenden im Mittelalter von Nachtdämonen berichteten, die Menschenhaar durch Kauen oder Knotenknüpfen verfilzen, wodurch eine als Wichtelzopf bezeichnete Krankheit entstünde, zogen es vor allem die Frauen vor, ihr Haar zu einem Zopf zu flechten. Als modische Haartracht führte König Friedrich Wilhelm I. von Preußen 1713 bei seinen Soldaten einen vom Hinterkopf herabhängenden und mit einem meist schwarzen Band zusammengebundenen Zopf ein. Die Haartracht, die, außer dem Zopf, aus einer breiten, hochstehenden Stirnlocke (die später oft fehlte) und horizontal verlaufenden Locken an den Schläfen und über den Ohren bestand, konnte aus dem eigenen (stark pomadisierten und gepuderten) Haar bestehen oder aus einer Zopfperücke. Die Frisur wurde auch von den modebewussten Kavalieren getragen (Mozartzopf), ab 1750 dann aber meist durch die so genannte * Haarbeutelfrisur ersetzt.


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