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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Zinkographie Zinkdruck, auf dem Prinzip der * Lithographie beruhendes Flachdruckverfahren, bei dem statt des schweren unhandlichen Lithographensteins * (Solnhofer Stein) eine Zinkplatte Verwendung findet. Nach Einführung der Galvanotechnik (1837) ist galvanisch vernickeltes und dadurch gehärtetes Zinkblech gebräuchlich. (Von einer * Algraphie spricht man, wenn statt auf einer Zinkplatte auf einer Aluminiumplatte gezeichnet wird.) A. Senefelder, dem Erfinder der Lithographie, wird die erstmalige Verwendung der Zinkographie (1816) zugeschrieben. Die Bezeichnung Zinkographie geht auf Emile Bernard zurück, der den Ausdruck zwischen 1886 und 1897 prägte, damit aber ein anderes Verfahren benannte, und zwar seine Tiefdruckradierungen auf Zink. In weiterer Folge wurde mit den Termini Zinkographie und Zinkotypie das chemographische Kopierverfahren zur Fertigung von Druckformen bezeichnet.

Lit.: W. KOSCHATZKY, Die Kunst der Graphik, München 1990.


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