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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Talisman , von arabisch tilasman, zum Sing. tilasm "Zauberbild", abgeleitet.
Das arabische Wort beruht auf griechisch télesma, "bestätigtes Abbild", "geweihter Gegenstand".
Bezeichnung für einen Glücksbringer. Besonders im Orient war es seit der Spätantike üblich, in Häusern "magische Bildwerke" von guten Geistern und Gottheiten aufzubewahren, von denen sich die Menschen erhofften, dass sie Unheil abwenden und den Bewohnern Glück bringen. Vom Orient gelangte der Talisman im 13. Jahrhundert durch die Araber zuerst nach Spanien, von wo aus sich die Sitte, Talismane zu verwenden, über ganz Mitteleuropa ausbreitete. Während in alter Zeit im Orient zumeist Bilder oder Figuren von Gottheiten (oft Zwittergestalten von Mensch und Tier) als "Zauberbilder", d. h. als Talismane fungierten, übernahmen in späterer Zeit auch Ringe, Abraxassteine und andere Gegenstände die man mitführen kann, diese Funktion. Objekte, welchen eine Kraft innewohnen soll, ihren Besitzer zu schützen und die so klein sind, dass man sie mitführen kann, werden oft als Amulette bezeichnet. Eine genaue Unterscheidung bzw. Trennung zwischen Talisman und Amulett ist nicht gegeben.
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