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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Amymone Tochter der * Europa und des Königs * Danaos.

Amymone wurde von ihrem Vater beauftragt, Poseidon umzustimmen und um Wasser zu bitten. Der Gott hatte sich über einen Schiedsspruch der Flussgötter Inachos, Kephissos und Asterion geärgert und ließ deshalb das Land austrocknen, weil ihm Zeus ausdrücklich verboten hatte, sich mit Sturmfluten zu rächen. Auf dem Weg zu Poseidon wurde Amymone von einem * Satyr bedrängt. Sie rief * Poseidon um Hilfe an, und der Meergott schleuderte seinen Dreizack nach dem Satyr, der aber blitzschnell auswich. Der Dreizack blieb in einer Felswand stecken. Nachdem Amymone dem Meergott ihren Auftrag mitgeteilt und um Wasser gebeten hatte, wurde sie die Geliebte Poseidons. Er hieß sie den Dreizack aus dem Felsen ziehen, worauf aus den drei Löchern Wasser sprudelte, die Quelle des niemals versiegenden Flusses Lerna. Die Darstellung des Meergottes mit Amymone wird in der Bildenden Kunst häufig irrtümlich als "Raub der Amymone" oder als "Meerwunder" bezeichnet.

Lit.: R. v. RANKE-GRAVES, Griechische Mythologie, Reinbek bei Hamburg 1989


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