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Hohelied , Hoheslied, lateinisch Canticum canticorum, "Lied der Lieder", Buch des AT mit einer auf König * Salomon zurückgehenden Sammlung alter Hochzeitslieder.

Die Lobgesänge wurden mit der Liebe Gottes zu den Israeliten verglichen. In späterer Zeit brachte man die Liedersammlung auch mit dem * Braut-Bräutigam-Motiv (Kirche-Jesus) in Verbindung. In weiteren Auslegungen nahm im Mittelalter Maria die Stelle der Braut ein. Der im Hohelied erwähnte, von einer Mauer umschlossene Garten ("hortus conclusus") galt wie das Motiv * Maria im Rosengarten als Symbol für die Unberührtheit, die Jungfräulichkeit Marias. Diese Interpretationen stießen häufig auf Ablehnung. So deutete der deutsche Philosoph, Theologe und Dichter Johann Gottfried Herder das Hohelied lediglich als Sammlung weltlicher Liebeslieder.

M. ZLATOHLÁVEK, The Bride in the Enclosed garden, Kat. National Gallery in Prag, Prag 1995.


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