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Schwert , seit der * Bronzezeit bekannte Hieb- und Stichwaffe mit einer langen, geraden Klinge, die gewöhnlich zweischneidigig und manchmal mit einem * Hohlschliff versehen ist.

Das der Schwertspitze gegenüberliegende Ende der Klinge läuft in die * Angel aus, die den inneren Teil des auch als Hilze bezeichneten Schwertgriffs bildet. Dieser besteht meist aus einem (von der Angel durchbohrten) Griffstück, seltener aus Griffschalen und dem Knauf. Die Hilze ist oft aus Holz gefertigt und weist eine Umwicklung aus * gekordeltem Draht auf. Fixiert wird der Griff im allgemeinen durch Rundhämmern des Angelendes (Nietkopf) hinter dem Schwertknauf. Je länger die Klinge (* Anderthalbhänder, * Bihänder), desto länger ist auch die Hilze und desto schwerer ist der Knauf; er bildet ein Gegengewicht. Zwischen Griff und Klinge befindet sich die * Parierstange, die meist gerade ist, aber auch bogenförmig in Richtung Schwertspitze weisen kann, z. B. beim Bihänder. Bei den Schwertspitze der Bronzezeit besteht die Klinge mit dem Griff aus einem Guss.

Zu den frühen Schwerttypen zählen der im römischen Reich verwendete * Gladius sowie die * Spatha und der einschneidige * Sax der Germanen. Manchmal wurden auch degenförmige, mit * Griffbügel ausgestattete Blankwaffen als Schwert bezeichnet. Sonderformen sind neben dem erwähnten Bihänder u. a. das Bohrschwert (* Panzerstecher), die an der Klingenbasis sehr breite * Ochsenzunge, das als Chopesch bezeichnete orientalische Sichelschwert sowie das japanische Lang- und das Kurzschwert, * Katana und * Wakizashi genannt. Meist wurde das Schwert in der an der linken Seite am Schwertgurt hängenden Scheide getragen. Das Schwert gilt als Sinnbild des Hochadels. Der niedere Adel wird durch die Lanze symbolisiert. Vgl. * Japanische Schwerter.

H. SEITZ, Blankwaffen, 2 Bde., Braunschweig 1965-68; G. SEIFERT, S., Degen, Säbel, Hamburg 1966; S. KANZAN, The Japanese sword, Tokio, New York 1983; W. MENGHIN, Das S. im frühen MA, Stuttgart 1983; G. ORTENBURG, Waffe u. Waffengebrauch im Zeitalter der Landsknechte, Koblenz 1984.


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