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Venusfigur , seit dem * Jungpaläolithikum überliefertes Fruchtbarkeitssymbol in Form 1-20 cm großer mehr oder weniger stilisierter Frauenfiguren.

Die Statuetten stellen nackte Frauen dar, oft mit einer Überbetonung der Brüste und der Beckenpartie. Bei manchen Venusfiguren zeigt der Unterleib durch Ausbuchtungen Mehrfachschwangerschaften an. Erhalten sind auch stark stilisierte Exemplare mit einer Überbetonung des Geschlechts. Als Material für die prähistorischen Schnitzarbeiten dienten Mammut-Elfenbein, Bein, Hirschhorn und, vor allem im * Magdalénien, Geweihstücke des Rens. Die kleinen Plastiken werden auch als "Idole" bezeichnet. Eine der bekanntesten Venusfigur ist die so genannte "Venus von Willendorf", nach dem gleichnamigen Fundort an der Donau nahe Melk.

K. J. NARR, Weibl. Symbolplastik, in: Anthaios II, 2, 1961; R. FEUSTEL, Sexologische Reflexionen über jungpaläolithische Objekte, in: Alt-Thüringen 11, Weimar 1971; R. DRÖSSLER, Kunst der Eiszeit, Wien 1980.


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