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Vergoldung , Oberflächenveredelung an metallischen oder nichtmetallischen Gegenständen.

Bei nichtmetallischen Objekten ist Holz das am meisten verwendete Material und die * Blattgoldvergoldung die vorwiegend angewendete Vergoldungstechnik. Bei der Blattvergoldung wird zwischen der Matt- oder * Ölvergoldung und der beliebteren Glanz- oder * Polimentvergoldung, früher auch * Branntweinvergoldung genannt, unterschieden. Daneben wurde Blattgold für die unterschiedlichsten Materialien verwendet, u. a. von Buchbindern für den * Goldschnitt (das Vergolden der Schnittstellen der Buchseiten) und für die Goldprägung (zur Veredlung von Schrift und Zierat lederner Einbände).

In der Malerei wurden vor allem in der Gotik Teile von * Tafelbildern mit echtem Blattgold belegt oder mit in Eiklar gebundenem Goldstaub, dem so genannten * Pudergold, bemalt. Metallische Gegenstände veredelte man früher mit Hilfe der * Feuervergoldung, heute meist durch * Galvanisieren (* Plaqué). Die Technik, metallene Gegenstände mit dünnem Goldblech zu überziehen, war schon den Römern bekannt. Während diese das Blech aufnieteten, wird die Edelmetallauflage heute heiß aufgepresst oder aufgewalzt (* Dublee).

C. HEBING, Vergolden u. Bronzieren. Untergrund, Arbeitstechniken, Werkstoffe, München 1985; G. BAUMANN, Die Kunst des Vergoldens, Leipzig 1988; J. KLINGER, R. THOMAS, Die Kunst zu Vergolden. Beispiele, Techniken, Gesch., München 1989.


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