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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Dessertaufsatz

Bekannt seit dem 17. und 18. Jh. Bestimmt für den süßen Nachtisch.

Schalenförmige Kuppa auf einen ca. 20 cm hohen Schaft, aufgesetzt auf einen Fuß. Der Schaft war sehr unregelmäßig im Dekor. Er wurde nicht nur aus Metall, sondern auch in Elfenbein gearbeitet. Als das Porzellan (18. Jh.) erfunden wurde, hat man solche Aufsätze aus diesem hergestellt und mit Blumendekors versehen. Vom Dessertaufsatz ging man im auslaufenden 19. und beginnenden 20. Jh. zur Konfektschale über. Die heutigen Schalen bestehen aus einem halb gewölbten und leicht godroniertem Glasteil in Verbindung mit einem Schaft mit Fuß, wobei diese nicht immer aus Silber bestehen müssen.
Dessertaufsätze können je nach dem Zeitstil mehr oder weniger reich im Dekor sein.


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