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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Dreifaltigkeitsmedaillen

Die erste Serie der Medaille gab Kurfürst Moritz 1544 bei einem sächsischen Medailleur, Hans Reinhart, in Auftrag. Sie war gegossen und wurde auch "Moritzgroschen" genannt. Es wurden noch zusätzlich aufgelötete Einzelteile mitverwendet und somit entstand ein Durchmesser von ca. 100 mm. Auf dem Avers thront Gottvater mit der den Hl. Geist symbolisierenden Taube vor der Brust und dem gekreuzigten Gottessohn zwischen den Knien.
Diese Darstellung wird auch "Gnadenstuhl" genannt.

Auf dem Revers sind die ersten Worte des athanasianischen Glaubensbekenntnisses angeführt. Das Glaubensbekenntnis des Athanasius galt als Symbol für Bestrebungen, Katholiken und Protestanten zu vereinen. Dieses Glaubensbekenntnis wird von beiden Glaubensgemeinschaften anerkannt. Später gab es mehrere Varianten der Medaille. Der im Auftrag von Heinrich I. von Reuß-Schleiz 1679 geprägte Dreifaltigkeitstaler in eine Variation dieser Medaille.


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