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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Dresdner Silber

Der kurfürstliche und spätere königliche Hof brachte der Dresdner Gold- und Silberschmiedekunst ab dem Ende des 17. Jh. einen großen Aufschwung. Insbesondere unter Kurfürst August dem Starken entfalteten sich Kunst und Kunstgewerbe. Es entstand das Dresdner Barock in Anlehnung an das Louis-quatorze. Als Hofgoldschmied und Hersteller von phantastischem Schau- und Zeremonialgerät, sog. Kunstkammerstücken, trat Johann Melchior Dinglinger hervor. Gebrauchssilber stellten u.a. Johann Jakob Irminger und die Familie Schröder her. Irminger lieferte auch Entwürfe für die Meißener Porzellanmanufaktur. Im 16. und 17. Jh. garantierte als Beschauzeichen für das Dresdner Silber ein schlichtes "D". Es stand für einen Feingehalt über 8 Loth. Um 1700 wurde der Feingehalt auf mindestens 12 Loth angehoben und das Beschauzeichen durch ein gekreuztes Schwert und darüber die Feingehaltszahl ergänzt. Im späteren 18. Jh. wurde darüber noch eine Krone gesetzt. 1702 hat man zusätzlich noch eine Serie von Jahresbuchstaben gestempelt.


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