|
Friesacher Pfenning Auf der Vorderseite ist ein Brustbild des Erzbischofs, der in der Rechten einen Krummstab hält und die Linke segnend erhebt. Auf der Rückseite ein dreitürmiges Kirchengebäude. Er hat ein Gewicht von 1,30 g mit einem Durchmesser von 18 mm.
Der Friesacher Pfennig wurde zur ersten überregionalen Handelsmünze des Mittelalters im Südostalpenraum. Die Silbergruben des Kärntner Landes schufen die wirtschaftlichen Voraussetzungen. Die neuentdeckten Silbergruben waren gerade um Friesach sehr ergiebig. Hauptmünzstätte war Friesach. Die Stadt war damals im Besitz des Erzbistums Salzburg und wurde von Erzbischof Konrad I. (1106-1147) zum Verwaltungszentrum der Salzburger Besitzungen in Kärnten ausgebaut. Am Höhepunkt seiner Verbreitung in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts war der Friesacher Pfennig von Friaul, der nördlichen Adria, Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Ungarn und Siebenbürgen bis in die Slowakei als Handelsgeld im Umlauf; unter König Andreas II. (1205-1235) wurde er in Ungarn sogar als offizielle Landeswährung zugelassen.
|