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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Hämatit

Auch als Blutstein ("hämos" = griechisch für "Blut") bezeichnet.

Hämatit ist ein eisenhältiges Gestein, kristallisiertes Eisenoxid, ganz ähnlich wie Rost.

Härte nach Mohs: 5,5 – 6,5 , chem. Zeichen: Fe2O3, Dichte 5,24 g/cm³, Kristallsystem: trigonal, Farbe: schwarzgrau, braunrot und undurchsichtig, poliert erhält er einen metallischen Glanz.

Es gehört zu den Erzmineralien, entsteht in Gängen der Tiefengesteine und ist nicht magnetisch. Sehr selten kristallisiert sich der Hämatit in rosettenartige Kristalle aus, diese Steine werden dann als "Hämatit-Rosen" bezeichnet. Es ist zwar eines der wichtigsten Eisenerze aber eine wirtschaftliche Bedeutung besitzt er nicht mehr, da Eisenoxid praktisch überall auf der Welt vorkommt. Eisen wird in riesigen Tagebauen in Brasilien und Kanada billig abgebaut. Dort kommt es in sehr großen Mengen in kilometerlangen uralten Schichtgesteinen vor.

Der größte Teil der geförderten Hämatite ist für Schmuckzwecke nicht zu gebrauchen, sondern wird als Eisenerz verhüttet. Seit der Antike werden nur besonders reine und dichte Stücke von einheitlich tiefschwarzer Farbe und der Härte 6,5 zu Schmucksteinen oder Kugeln/Perlen geschliffen. Dieses schleifwürdige Material wird in Cumberland (England), Skandinavien, Spanien, Marokko, Neuseeland, auf Elba und in den USA gefunden. Hämatit wird als Modeschmuck immer beliebter.

Lateinisch heisst er Specularit (speculum = Spiegel), weil die Damen von Rom glattpolierte Hämatit-Tafeln als Taschenspiegel nutzten. Hämatit lässt sich aufs Feinste polieren und spiegelt dann ebenso gut wie ein Spiegel.

Die Herkunft des Namens wird vielfältig begründet:
Der Name Blutstein wird deutlich, wenn man sieht, wie sich beim Schleifen von Hämatit das Schleifwasser mit dem pulverisierten Roteisen vermischt und dann aussieht wie dunkelrotes Blut. Die alten Steinschleifer sagten: der Stein blutet.

Seit der Antike wird der "Blutstein" als besonderer Heilstein verehrt. Die Römer verwendeten den Hämatit zum Stillen ihrer blutenden Wunden.
Auch die alten Ägypter gaben ihren Toten Amulette aus Hämatit als Grabbeigabe. Innerhalb der "magischen Rüstung" Tut-ench-Amuns fand man Amulette aus Hämatit.

Er soll bei nahezu allen Erkrankungen sowie bei Leukämie und Blutarmut wirken. Die Regulierung des Blutdrucks wird ihm ebenso zugeschrieben wie der Zellaufbau der Organe und eine blutstillende Wirkung. Gleichfalls bei Krampfadern, Gefäßverengungen, Blutstauungen und Zirkulationsbeschwerden. Er wird entweder pulverisiert mit Wasser gemischt und getrunken oder als Stein aufgelegt.


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