|
Blattgold schlagen Teils händische, teils maschinelle (Federhammer; Walzen) Arbeitstätigkeit des Gold- Silber und Metallschlägers.
Arbeitsvorgang:
1.) Legieren und schmelzen (985/000 oder 916/000).
2.) Ausgießen zu ca. 20 cm Blechformen im Inguss.
3.) Walzen auf eine Metallstärke von ca. 0,0 2 mm, Länge des Streifens ca. 100 Meter.
4.) Metallstreifen in Quadrate mit ca. 30 bis 40 mm Länge schneiden.
5.) Einlegen in die Quetsche (Schlaghaut = Pergamenten) zu einer Höhe von ca. 60 bis 70 mm und einer Stückzahl von ca. 480 Stück. (Einstauben mittels "Braun" = Kaliseife und Braunsteinpulver, soll das Aneinanderhaften beim Schlagen verhindern).
6.) Vorschlagen mit dem Federhammer.
7.) Auslegen, Goldplättchen aus der Quetsche entfernen.
8.) Metallplättchen werden geviertelt, ca. 20 Stück auf einen Stoß und nochmals geschlagen.
9.) Zu "Lots" (Größenformenordnung) zusammenstellen und mit Federhammer nochmals schlagen, ca. 1300 Stück.
10.) Auslegen und Vierteln.
11.) In Handelsformen zwischen Darmhäuten (heute Kunststoff) zu ca. 1350 Stück auffüllen. Zuerst mit Federhammer und dann mit ca. 7 bis 10 kg schwerem Handhammer schlagen.
12.) Auslegen, gleichschneiden zu "Lots" ca. 60 x 60 mm und in Papierlagen einfüllen. Metallstärke zwischen 8 und 14/10.000 mm.
|