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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Härtung

Metalllegierungen, die einer bestimmten Abnützung bei Gebrauchsziergegenständen unterliegen, können schon durch das Legieren eine Härtung erhalten.
Ebenso können Metalle durch Hämmern, wie z.B. bei Silbertassen durch das "Spannen", gehärtet werden. Harte Legierungen nützen sich nicht so leicht ab, und sind beim Tragen widerstandsfähiger. Das Schleifen jedoch ist schwieriger, aber beim Polieren erzielt man einen wesentlich höheren Glanz.
Bei verschiedenen Silbergeräten, besonders bei Besteck, benötigt man eine bestimmte Härte. Am geeignetsten ist eine 800/000 Silberlegierung.
Die Härtbarkeit beruht auf der Entmischung der Legierung bei der Abkühlung, wobei Kupferatome ausgeschieden und an den Korngrenzen abgelagert werden, was zu einer Verspannung des Gefüges und damit zu einer Härtung führt. Man ist durch rasches Abschrecken eines glühenden Silbergerätes und daran anschließendes Erwärmen in der Lage, diesen Vorgang genau zu steuern und so eine gleichmäßige Härte zu erzielen. Verschiedene Hartsilbersorten finden im chemischen Apparatebau als Plattierungswerkstoffe (Plattieren) ein breites Anwendungsgebiet. Alle mechanischen Teile wie Clippatente, Federn usw. müssen aus einer harten Edelmetalllegierung bestehen.


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