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Abendmahlskanne Silberkorpusware für rituale Zwecke. Behälter, in dem Zeitstil zugeordneter Form, für das Nachgießen des Weines in den Abendmahlskelch, aus vergoldetem Silber, Messing oder Zinn gefertigt, mit gravierten Inschriften, Ornamenten oder Figuren versehen. Die Kanne fasst mindestens einen Liter. Der Form nach entspricht sie den Deckelkrügen und -kannen jeweils der Zeit, in der sie entstand.
Bis zur 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts war sie walzenförmig und hatte nur selten einen Ausguss. Gravierte Sprüche und Symbole kennzeichnen sie als Kirchengerät. Seit etwa 1660 ist die Abendmahlskanne vorwiegend birnenförmig. Man spricht von der Birnform.
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