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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Almosentasche

Franz. Aumônière.
Kirchlicher Beutel, auch aus Silbergeflecht hergestellt, zum Einsammeln von Almosen. Auch Bittstellerbeutel. Im profanan Bereich wurde die Almosentasche entweder am Gürtel oder über die Schulter getragen. Sie dienten zum Aufbewahren von Schlüsseln und anderen kleinen Gegenständen des alltäglichen Gebrauches. Vielfach war sie aus Stoff oder Leder und durch einen einfachen Überschlag geschlossen. Ihre reichhaltige Dekorierung und die trapezförmige Art, machte sie in der Spätgotik zum Modeasessoir für Frauen und Männer. Ihr Hauptverwendungsort war Paris und somit die französische Mode. Die Damen- und Herrentaschen unserer Zeit sind deren Nachfolger.


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