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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Antimon

Latein.: Stibium
chem. Zeichen: Sb

Antimon ist ein österr. Ausdruck arabischer Herkunft für Stibium
Auch Spießglanz
Ein Halbmetall mit metallischem Glanz von silberweißer Farbe. Schmelzpunkt 630 Grad Celsius. Wird hauptsächlich in Antimonlegierungen zum Härten verwendet.
Antimon legiert mit Blei = Hartblei,
legiert mit Zinn = Britannia.
Alle Antimonverbindungen sind stark giftig.

Eine alte Überlieferung berichtet, es hätte im Mittelalter in einem Kloster einen Koch gegeben, der die Speisen mit "Stibium" würzte. Die Mönche im Kloster seien gestorben.
Ob der Begriff "Antimon" von "antimonarchisch"= gegen die Monarchie oder von "antimonacal" = gegen die Mönche kommt, lässt sich nicht belegen.

Silberwaren:
Bezeichnung für Waren aus Antimonlegierungen mit einem silberähnlichen Aussehen, die durch die Berührung mit Lebensmitteln schwere Gesundheitsschäden hervorrufen.
Man verwendet dazu Legierungen, die über 80 Prozent Blei beinhalten (in Zusammenhang mit Lebensmitteln dürfen keine Gegenstände verwendet werden, die mehr als 10 Prozent Blei enthalten). Herstellungsgebiet dieser unechten Silberwaren vermutlich "Ferner Osten". Bei uns ist die Herstellung verboten.


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