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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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gravierte Steine

Gemme (Intaglie) und Camée (Kamee), wobei man zwischen: "Muschelcamée und Steincamée" der Gemmen und Caméen unterscheidet .
Die Verarbeitung zu Schmuck ist seit der Antike bekannt und hat an Beliebtheit bis zum heutigen Tage noch nichts eingebüßt. Hochblüten gab es außer in der Antike, im Zeitalter der Renaissance, im Empire, Biedermeier, Historismus zwischen 1860 und 1890 und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Monogramm- und Wappensiegelringe erfreuen sich seit dem Mittelalter großer Beliebtheit: Entwickelt in der Antike, wo sie in erster Linie kultischen Zwecken dienten. In späterer Folge verwendete man sie zum Signieren von Verordnungen. Dies hat sich im Mittelalter noch verstärkt, als man begann, die Wappen von Herrscherpersönlichkeiten und Adelsgeschlechtern in Stein zu gravieren. Beliebt waren in späterer Folge die Steinmonogramm-Gravuren, die sich bis in die heutige Zeit gehalten haben.
Antike Gemmen hatten dank ihrer Härte und Kostbarkeit ihres Materials und ihres künstlerischen Reizes das Mittelalter in großer Zahl unversehrt überdauert und waren z.B. als Schmuck an vielen kirchlichen Gerätschaften wieder verwendet worden.
Im Ständebuch des Jost Ammann von 1568 ist der Steinschneider bereits als selbständiger Beruf vertreten. Man sprach von den Meistern der "Gemmo- und Kameoglyptik".
Ursprünglich wurde in Rom jeder gravierte Stein als "Gemma" bezeichnet.
Heute versteht man unter dem Begriff "Gemme" einen gravierten, vertieft geschnittenen Stein. Diese werden auch als "Intaglien" (vom Lateinischen "intagliare" = tiefgraben) bezeichnet. Es sind dies die sogenannten Siegelsteine.
Erhaben gravierte Steine werden als "Camée" (Kamee) bezeichnet (mittellateinisch heißt "cameus" = mehrfarbig und "chama" = die Muschel = Muschelcamée).


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