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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Tafelaufsatz

Dekorkorpusschmuck bei festlichen Tafeln. Silber oder Unedelmetall veredelt.

Im 16. und 17. Jh. waren Tafelaufsätze Schaugeräte für Repräsentationszwecke von Schiffen oder Darstellungen allegorischer Szenen. Gebrauchsgerät, wie z.B. Salzgefäße, Gewürzständer, Gebäckkörbe, Obstkörbe, Essig- und Ölflaschen. Zeremonialgerät, wie Pokale oder Trinkspiele. Etageren als Kombination von mehreren Schalen und Dosen.

Tafelaufsätze wurden im 16. und 17. Jh. sehr oft feuervergoldet (Vermeil). Hauptproduktionszentren waren Utrecht, Nürnberg und Augsburg. Im 18. Jh. hatten die Tafelaufsätze die Form von Huilièrs, Terrinen, Kerzenleuchtern. In diesem Jahrhundert wurde Silber oft durch Gold oder Porzellan ersetzt.

Im 19. Jh. (Historismus, Viktorianische Epoche, Gründerzeit) erlangten die Tafelaufsätze wieder große Bedeutung.


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