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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Conchin – Conchyn - Conchyolin - Conchiolin

Die äußerste Schicht, das Periostrakum, der Schalen perlmuttbildender Weichtiere, wie Schnecken und Muscheln besteht aus Conchin, einer organischen Substanz. Das Conchin liegt nicht nur als äußerste Schicht auf der Schale, sondern befindet sich auch zwischen den Kalkkristallen der übrigen Schalenschichten und dient als Bindemittel der Aragonitkristalle. Bei Zuchtperlen darf das Conchin nicht austrocknen, da sich sonst die aufgewachsenen Aragonitschichte löst.
Das Conchin hat große Ähnlichkeit mit dem Dentin des Elfenbeins und mit dem u.a. im Schildpatt und anderen Hornmaterialien enthaltenen Keratin.

Die Perlmuttschicht, die innere dem Tier zugewandte Schicht, besteht aus feinsten Aragonitblättchen, die ebenfalls in Conchin eingebettet sind und lamellenartige Schichten bilden, die im Schnitt als feine Streifung des Perlmutts erkennbar sind. Perlmutt und Perlen entstehen durch Abscheidungen (Sekretionen) im Mantelgewebe der Muschel oder Schnecke. Daher bestehen Perlen und Perlmutt aus den gleichen chemischen Bestandteilen. Eine Perle besteht zu fast 92% aus Kalk (Aragonit) und zu fast 6% aus Conchin. Perlmutt zu 66% aus Kalk (Aragonit) und zu fast 2,5% aus Conchin.


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