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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Moissanit

Beim Moissanit handelt es sich chemisch gesehen um Siliciumcarbid (SiC).

In der Natur kommt SiC relativ selten vor, wird aber schon seit längerer Zeit synthetisch erzeugt.

SiC wird in der Mineralogie als Moissanit bezeichnet. Wenn in der Schmuckfachwelt heute vom MOISSANIT gesprochen wird, handelt es sich um synthetischen Moissanit, also ein künstlich hergestelltes Syliciumcarbit, welches dem Diamant zum Verwechseln ähnelt.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserer Publikation der |LINK|Studienreihe von Prof. Leopold Rössler.|http://www.beyars.com/de/de_moissanit.html| Hier werden die Vergleichshinweise und Erkennungsmöglichkeiten auf zahlreichen Fotos dokumentiert und in Tabellen zusammengefasst.

62 farbliche Darstellungen informieren Sie über diese neue Thematik. Ein kleiner Auszug soll die Problematik darstellen:

In Amerika wird der synthetische Moissanit "Lab-created Moissanite GemstonesTM bezeichnet.

Brachte Mitte der 70er Jahre der synthetische "Fianit" - später "Cubic Zirkonia (KSZ)" - eine Verunsicherung am Diamantenmarkt in Bezug Brillantimitation mit sich, so ergibt sich gegen Ende des 20. Jh. eine neuerliche Steigerung.

Die neue Art der synthetischen Diamantersatzsteine bringt eine neue Schwierigkeit der Erkennung mit sich. Im Vergleich mit dem synthetischen Zirkonia sind seine Eigenschaften deutlich unterschiedlich, rein visuell betrachtet ist er aber dem Diamanten (Brillanten) sehr ähnlich. In der "Kleinen Ware" wird es bei Unkenntnis zu einer erschwerten Diagnostizierung kommen.

Moissanit ist chemisch gesehen synthetisches Siliciumcarbid.
In der genannten Kristallisation erhielt es den Namen nach seinem Entdecker Henri Moissan.
Henri Moissan wurde am 28. September 1852 in Paris geboren. Der Chemiker und Physiker Moissan entdeckte 1904 in aufgeschlagenen Meteoren (Meteoreisen) vom Canyon Diablo (Arizona) kleine, dunkle hexagonale Kristallplättchen zusammen mit kleinen Diamantkristallen. Die dunklen Kristalle wurden als Siliciumcarbid (SiC) analysiert. Als Moissanit wurden die kleinen, fast farblosen und grünlichen hexagonalen Kristalle bezeichnet. Natürliche Moissanite (Siliciumcarbid) kommen in der Natur sehr selten vor. Bei Untersuchungen von Meteoriten (USA), vulkanischen Gesteinen (Breccien, auch Brekkzie - CSFR ) und in Vulkanschloten (Russischen-Kimberliten) konnten solche Kristalle beobachtet werden. Prof. G.F. Kunz (amerikanischer Mineraloge) schlug 1905 die Namengebung für Moissanit vor. Reines Siliciumcarbid erhält man durch Pyrolyse von Alkylsilanen oder Halogensilanen, wobei das technische Produkt durch Erhitzen eines Gemisches aus Quarzsand und Koks in elektrischen Öfen bei ca. 2500 Grad Celsius erfolgt.
(SiO2 + 3C - SiC + 2CO - 618,5 kJ).

Synthetischer Moissanit wird von der amerikanischen Firma C3, Inc. - North Carolina hergestellt. Es gelang dieser Firma, Kristalle von ca.15 - 20 ct. herzustellen. Seit 1998 werden synthetische, geschliffene Moissanite von unterschiedlichen Größen (0,10 bis 2,00 ct.) und in verschiedenen Farben hergestellt.

Gezüchtet werden sie als Einkristall. Der Physiker LELY entwickelte 1955 einen Zylinder aus Siliciumcarbid, in dem ein Hohlraum eingebaut war. Bei Erhitzung auf ca. 2.500 Grad Celsius konnten in diesem Hohlraum Carbidkristalle wachsen. Zunächst erhielt man viele verschiedene Kristallisationstypen. Die Problematik bestand in der Herstellung einer kontrollierten Druck- und Temperaturregelung. Diese gelang erstmals russischen Wissenschaftlern.

Bereits 1979 wurden bei der Firma C3, Inc. - North Carolina synthetische Steine als Moissanite erzeugt.
Seit 1998 sind sie nun in Edelsteinqualität auf dem amerikanischen und europäischen Markt. Laut Auskunft der Hersteller können Farben von schwach gelb bis grün und fast farblos produziert werden. Die in den USA erzeugten Moissanite sind fast farblos, gelblich und grün), hingegen jene aus Russland bräunlich-grünlich.
Die Steine werden in erster Linie brillantiert, d.h. im Brillantschliff geschliffen und in der "Kleinen Ware" (Melee-Größen) angeboten. Seit neuesten gibt es sie in erweiterten Schliffformen und Arten wie: Princess, Oval und Triangel. Eine Unterscheidung vom geschliffenen Brillanten/Diamanten im gefassten Zustand ist schwierig.


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