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Schmucklexikon von Prof. Leopold Rössler

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Glühen von Schmuckplatinlegierungen

Um metallische Reaktionen zu verhindern, sollte vor jedem Glühvorgang und nach jedem Walz- oder Ziehprozess das Metall mit einer 10prozentigen Salpetersäure (HNO2) abgebeizt werden. Platinlegierungen können auf zwei Arten geglüht werden.
a) Glühen mit der offenen Flamme
Platinlegierungen werden auf einer Keramikunterlage, vorzugsweise Keraplat® mit offener Flamme bei 950 bis 100 Grad Celsius (Weißglut) geglüht.
Als bewährte Einrichtungen gelten sauerstoff- und wasserstofferzeugende Apparaturen. Wir empfehlen bei Glüh-, Löt- und Schweißvorgängen die blaue Flamme (Sauerstoff/Wasserstoff). Ab 1300 Grad Celsius sollte zum Schutz der Augen unbedingt mit einer Schutzbrille - wegen UV- Abstrahlung - gearbeitet werden.
Um Schädigungen zu vermeiden, darf man folgende Stoffe mit Platinlegierungen nicht in Verbindung bringen:
1. Kohlenstoff
2. Silizium
3. Borate
4. Fremdmetalle
b) Glühen im Ofen
Bei einer Ofenglühung soll je nach Materialstärke eine Glühtemperatur von 900 bis 1000 Grad Celsius eingehalten werden. Glühdauer ca. 8 Minuten.


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